TC M gewinnt mit 5:4 gegen den TC Pfaffenhofen an der Ilm – trotz 2:4 Rückstand nach den Einzeln.

Den “Vatertagsausflug” in die Hallertau werden die Spieler des TCM, die ersatzgeschwächt , ohne den Spitzenspieler Mischa Lanz und den Österreichern Robin Peham und Gerrit Lebeda am Vorabend angereist waren, so schnell nicht vergessen. Dieses wichtige Spiel, um den Klassenerhalt mit der neuformierten Mannschaft, war an Dramatik kaum zu überbieten und stand bis zum letzten Ballwechsel auf Messers Schneide. Doch der Reihe nach.

In der ersten Runde unterlag Lucas Schneider glatt in 2 Sätzen 2:6 2:6 gegen Cedric Nitz, während der erstmals eingestzte Mikael Vollbach (LK 6) seinem Gegner Sebastian Kröger (LK 2) mit 1:6 4:6 nicht den Hauch einer Chance ließ. Gleichzeitig kämpfte sich Mannschaftsführer Stefan Raschke nach einem glatten 1:6 im ersten Satz, wobei er sich mit dem Racket über dem  Auge verletzte,  in den Tiebreak des 2. Satzes, den er hauchdünn gewann, so dass der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Glücksgöttin Fortuna war auf der Seite von Nikola Boskov, der mit 10:8 siegreich den Court verließ.

Die zweite Runde verlief noch spannender, denn Neuzugang Matthias Raubinger aus Tirol musste sich Georg Trompler mit 5:7 6:3 und 7:10 im Match-Tiebreak ebenso geschlagen geben wie Routinier Stefan Bildstein mit 3:6 6:3  in einem Marathontiebreak mit jeweils zwei vergebenen Matchbällen beiderseits  13:15(!) gegen Sebastian Rutka. Einzig, der von einer Krankeit genesene Oldie Daniel Elsner, zeigte seinem Gegner Edison Ambarzumjan, den er schon in früheren Jahren besiegt hatte, mit 6:2 6:3 klar die Grenzen auf.

Der Spielstand mit 2:4 nach den Einzelspielen war also höchst prekär, denn alle drei Doppel mussten siegreich gestaltet werden, während den Hallertauern ein starkes Doppel zum Sieg genügen würde. Die Doppelaufstellung somit eine Art Lotteriespiel mit einem kaum zu erwartenden erfolgreichen Ausgang.

Elsner/Bildstein machten im Zweierdoppel kurzen Prozess mit 6:0 6:1 gegen Boskov/Rutka. Markus Vollbach an der Seite von Stefan Raschke, der sichtlich “angefressen” und trotzdem voll motiviert war,  siegte nach hartem Kampf  mit 7:5 6:3 gegen Trompler/Dandl, so dass das Einserdoppel die Entscheidung bringen musste. Die erstmals spielende Paarung Matthias Raubinger und Levin Müller bewies nicht nur unermüdlichen Kampfgeist und Siegeswillen, sondern auch höchste Nervenstärke, denn nach dem gewonnen 1. Satz im Tiebreak (7:6) und den gleichzeitig oben genannten  gewonnenen Doppeln keimte bei den Memmingern Hoffnung auf den Sieg auf. Doch die Hallertauer Ambarzujan/Nitz stemmten sich gegen die überraschende Niederlage und gewannen nervenstark mit 7:6 den Tiebreak des 2. Satzes. Match-Tiebreak Nummer 4  musste also die endgültige Entscheidung bringen; nach schneller 5:1 8:2 und 9:5 Führung, vor allem dank der gewaltigen Aufschlagstärke des zwei Meter großen Levin Müller, holten die Hallertauer Punkt für Punkt auf und es stand 9:9. Die Memminger behielten kühlen Kopf und machten nervenstark  und unter Anfeuern von Stefan Raschke und frenetischem Beifall ihrer Mitstreiter die beiden so wichtigen Punkte für den Klassenerhalt.

Jetzt heißt es regenerieren und Kräfte und Nerven schonen für das  alles entscheidende Heimspiel am morgigen Sonntag gegen den TC Rot – Weiß Landshut II, die ihre Spiele alle nicht chancenlos mit 3:6 und 4:5 verloren und in Memmingen die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu wahren versuchen werden. Landshut, Hauptstadt Niederbayerns, ist vielen bekannt durch die  alle 4 Jahre stattfindende Landshuter Hochzeit, eines der größten europäischen Historienfeste . Burg Trausnitz und die Martinskirche mit dem 130 m höchsten Backsteinturm der Welt sind weitere Sehenswürdigkeiten.  Der Tennisclub Rot- Weiß besteht seit 1899 und ist für Tenniskenner ein Begriff weit über Niederbayern hinaus. Zwar ist die Ära Gürtner und Brunner, die in der Tennisbundesliga die Farben Niederbayerns vertraten, schon Vergangenheit, doch die aktuellen Herren spielen ab Juli in der Regionalliga Süd – Ost. Spitzenspieler sind der Österreicher Mario Haider-Maurer, der aber nur beim ersten Spiel zur Verfügung stand und der Tscheche Dominik Recek, sowie die Vater Sohn Kombination Arlt Frederic und Christian, die  die hiesige Verbandstennisschule mit Auszeichnung  betreiben. Mannschaftsführer Stefan Raschke hält  die Mannschaftsaufstellung noch offen, aber weiß um die Wichtigkeit dieses Heimspiels, denn bei einem  Sieg wäre der Klassenerhalt unter Dach und Fach. Mit der Unterstützung der treuen Fans müsste dies gelingen und die Schützlinge von Daniel Elsner können die Ligapause in Ruhe genießen. Die letzten beiden Auswärtsspiele bestreitet der TCM am 30.06. gegen die TeG Dachau-Süd und am 07.07. gegen den TC Aschheim.

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